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Musik unter der Lupe Teil 8: Große Gruppe - großer Spaß - Die 1. Lodronische Nachtmusik von Mozart
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23.Februar 2018   Kammermusikzentrum NRW

Für eine große Gruppe, wie es das Mozart-Sextett des Kammermusikzentrums NRW ist, eine große Herausforderung: Die sechs jungen Musikerinnen und Musiker haben sich ein Jahr lang mit dem Divertimento KV 247 von Mozart beschäftigt. Anna Philippi schreibt über das Stück und ihr Ensemble.

Das Divertimento KV 247 in F-Dur komponierte Wolfgang Amadeus Mozart zum Gedenken an den Namenstag der Gräfin Maria Antonia Lodron, welche eine gute Freundin der Familie war und ein Mitglied des Salzburger Adels. Die Gräfin hatte außerdem zwei Kinder, die beide Unterricht bei Mozart nahmen.

Das Stück ist unterteilt in sechs Sätze und bedient sich einer sehr außergewöhnlichen Besetzung: Mozart hat das Stück für zwei Violinen, eine Viola, einen Kontrabass und zwei Hörner komponiert. Das Divertimento wird mit einem dynamischen Allegro eröffnet. Mit kräftigen Streichern und einer nahtlosen Integration der Hörner wird die Form des ganzen Stückes erhalten. Darauf folgt das Andante grazioso. Es ist einfach gestaltet, doch trotzdem an manchen Stellen etwas verziert. Im 1. Menuett dienen die Hörner einem dramatischen Effekt und da sie im 4. Satz, dem Adagio, komplett ausfallen wirkt dieses umso ruhiger. Mit dem 2. Menuett nähert sich das Stück schon dem Ende zu. Das Menuett wird abgeschlossen mit einem Pizzicato in den Streichern. Das Finale, das „Andante Allegro assai“, lässt Mozart mit einem brillanten Mini-Symphonie-Schluss enden.

Für eine große Gruppe, wie wir es sind, ist es natürlich eine Herausforderung solch ein Stück zu spielen, da wir eine sehr vielfältige Gruppe sind. Dennoch hatten wir bei jedem Mal, wenn wir es gespielt haben, großen Spaß. Wir haben uns über ein Jahr lang jeden Tag ein Stückchen besser kennengelernt. Jeder von uns hat seine ganz eigenen Stärken und wir haben gelernt, jede von diesen in unser Spiel einzubringen.

Anna Philippi