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Musik unter der Lupe Teil 6: Deviennes Fagottquartett
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11.Oktober 2017   Kammermusikzentrum NRW

Seit dem Frühling spielt das Fagottquartett des Kammermusikzentrums, bestehend aus Lennart (Fagott), Luca (Violine), Tabea (Viola) und Karoline (Violoncello) ein Stück des französischen Komponisten und Flötisten Francois Devienne. Der Muskpädagoge lebte von 1759 bis 1803 und somit gehört seine Musik zur Epoche der Klassik. Sein Quartett für ein Fagott und drei Streicher kommt, wie viele andere seiner kammermusikalischen Werke, aus seiner Zeit bei Kardinal Louis-Rene´ de Madrid.

Das Stück wird in drei Sätze unterteilt. Es beginnt mit einem fröhlichen „Allegro spirituoso“, bei dem besonders die Soli, die im Laufe des Stückes durch alle Instrumente gehen, zu beachten sind. Der darauffolgende zweite Satz ist ein langsames Adagio, das sich eher wie ein Konzert für ein solistisches Fagott mit einem Streichtrio als Begleitung anhört. Die Melodie bleibt stetig bei dem Holzbläser und wird durch einen durchlaufenden Rhythmus der Streicher durch den Satz hindurchgeführt. Hier und da hört man aus der Begleitung etwas aufblühen, was die Melodie des Fagotts abrundet. Ein tänzerischer Satz beendet das Quartett. Im Rondo gibt es wunderbare abwechselnde Soli, insbesondere zwischen dem Fagott und der Geige. Das Stück wird so freundlich und bestimmt beendet, wie es in dieser Zeit üblich war.

Da es für unsere Besetzung ziemlich wenig Literatur gibt, sind wir dankbar, dieses Stück gefunden zu haben. Es entführt uns mitten in die Welt der Klassik und zeigt uns, wo die Besonderheiten und vielleicht auch Schwierigkeiten dieser Epoche liegen.

Tabea Haun